Angesichts der momentan steigenden Corona-Infektionen sehen wir uns in der Pflicht, die gemeinsame VKZ-Mitgliederversammlung vom 23. September 2020 in Zürich abzusagen. Wie wir vergangene Woche erfahren haben, wäre eine Quarantäne für alle Teilnehmenden trotz Schutzmassnahmen Pflicht, sobald eine anwesende Person an Covid-19 erkrankt. Dieses Risiko einer Quarantänepflicht für alle Anwesenden wollen wir vermeiden.

Als Ersatz werden wir den statuarischen Teil per Online-Abstimmung durchführen. Alle Mitglieder werden in der Woche des 23. September einen persönlichen Link für die Stimmabgabe erhalten.

Alle Mitglieder haben am Di, 08. September 2020 eine Mail (VKZ-SPOT) betreffend der Absage erhalten.
Falls sich die Mail nicht in Ihrem Posteingang befindet: Bitte kontrollieren Sie den SPAM-Ordner

Wir bedauern im Besonderen auch, dass wir auf das Referat „Gut starten – gut unterwegs! Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt StarTG“ von Karin Fasseing Heim, Dozentin und Leiterin des Studiengangs Vorschulstufe an der PH Thurgau, verzichten müssen. Wir sind sehr dankbar, dass Karin Fasseing Heim uns ihre Powerpoint Präsentation (pdf) sowie den Forschungsbericht (pdf) zur Verfügung stellt. Die Erkenntnisse zu den Auswirkungen der Verschiebung des Stichtags sowie zu den Gelingensbedingungen eines erfolgreichen Starts mit jungen Kindern im Kindergarten können auf den Kanton Zürich übertragen werden und müssen bei den Zürcher Bildungsverantwortlichen dringend Beachtung finden.

Medienmitteilung und Positionspapier ZLV und SekZH

In einer Medienmitteilung (pdf) mit dem Titel „Fernunterricht möglichst vermeiden“ äussern sich ZLV und SekZH gemeinsam zum Schulstart 2020, welcher weiterhin stark von der Corona-Pandemie geprägt ist.
In der Mitteilung verweisen ZLV und SekZH auf ein ebenfalls gemeinsam erarbeitetes Papier (pdf), in welchem Schlussfolgerungen aus den Erkenntnissen der ersten Phase der Corona Pandemie für die Zürcher Bildungspolitik gezogen werden. Als Mitgliederorganisation des ZLV unterstützt der VKZ beide Papiere voll und ganz.

Zürich: Motion «100%- Anstellung auch für Kindergartenlehrpersonen» überwiesen

Am 25. Mai 2020 hat der Zürcher Kantonsrat zu unserer grossen Freude die Motion für eine 100%-Anstellung für Kindergartenlehrpersonen zur Ausarbeitung an den Regierungsrat überwiesen. Eingereicht wurde die Motion von Hanspeter Hugentobler (EVP), Monika Wicki (SP) und Karin Fehr-Thoma (Grüne) 2018 kurz nach der Einführung des neuen Berufsauftrags, der Kindergartenlehrpersonen zu Teilzeitangestellten machte.

Zur Überweisung verhalfen der Motion die EVP, die SP, die Grünen, die AL und die GLP. SVP, FDP und CVP stimmten dagegen. In den Voten der Befürworter wurde die Bedeutung der Kindergartenstufe als Fundament der Schule unterstrichen und anerkannt, dass die intensiven Unterrichtssequenzen «Auffangzeit» sowie «begleitete Pause» im Pensum der Kindergartenlehrpersonen nicht entsprechend abgebildet sind. Von «würdeloser Diskriminierung», die endlich aufzuheben sei, war die Rede.
Mit der Überweisung an den Regierungsrat ist der erste Schritt zu einer fairen Anstellung für Kindergartenlehrpersonen geschafft.

Offen bleibt jedoch, wie sich ein 100% – Pensum auf der Kindergartenstufe berechnet. Die GLP hat gleichzeitig mit der Annahme der Motion eine Parlamentarische Initiative eingereicht, welche die Vollzeitanstellung der Kindergartenlehrpersonen durch einen zusätzlichen Unterrichtsnachmittag im ersten Kindergartenjahr erreichen will.
ZLV und VKZ haben dazu eine dezidierte Meinung: 100% Arbeit = 100% Lohn. Die aktuelle Arbeitszeitstudie des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH belegt, dass Lehrerinnen und Lehrer auf der Kindergartenstufe im Kanton Zürich bereits jetzt ein 100 % – Pensum leisten, aber nur für 88 % entlöhnt werden. Eine 100%-Anstellung darf somit nicht durch  zusätzliche Lektionen erreicht werden. Es braucht vielmehr Anpassungen im neuen Berufsauftrag sowie ein korrektes Abbilden der geleisteten Arbeit (Auffangzeit, begleitete Pause) im Pensum. Dafür setzen wir uns weiter ein.

St. Gallen: Verwaltungsgericht stellt Diskriminierung der Kindergartenlehrpersonen fest

Das korrekte Abbilden bzw. Entlohnen der sogenannten «begleiteten Pausen» war auch Gegenstand einer Verbandsklage, die der Kantonale Lehrerinnen- und Lehrerverband St. Gallen (KLV) im Jahr 2017 nach dem Gleichstellungsgesetz gegen den Kanton St. Gallen eingereicht hat. Am 18. Mai 2020 hat nun das Verwaltungsgericht St. Gallen festgestellt, dass der Kanton St. Gallen seine Kindergartenlehrpersonen diskriminiert, indem er keine differenzierte Regelung bzw. Entlohnung der Pausenaufsicht vorsieht. Die übermässige Belastung durch die Pausenaufsicht führe dazu, dass die Kindergartenlehrpersonen zu wenig bezahlte Arbeitszeit für ihre übrigen Aufgaben zur Verfügung hätten. Die entsprechenden Berichte des Tagblatts Ostschweiz finden sich hier und hier.
Wir gratulieren unseren St. Galler Kolleginnen und Kollegen herzlich und wissen uns in unserer Argumentation weiter bestärkt.

Klassenassistenzen für den Schulstart 2020

Die Corona-Pandemie bestimmte in den letzten Monaten unsere Arbeit und wird sie auch noch weiterhin beeinflussen. Nach der Zeit des Fernunterrichts und der Rückkehr zum Präsenzunterricht richtet sich unser Blick auf den Start ins neue Schuljahr.

Spätestens seit der Tagung «Vielfalt im Kindergarten» vom 1. Februar 2020 ist bekannt, wie wichtig gut begleitete Übergänge sind. Der Eintritt in den Kindergarten ist ein zentrales Ereignis für das Kind und seine Familie. Üblicherweise wird dieser wichtige Übergang durch verschiedene Anlässe und Unterstützungsmassnahmen (Informationsanlass zur Einschulung, Besuchsnachmittag im Kindergarten, Begleiten des Kindes am 1. Kindergartentag, Elternabend etc.) sorgfältig vorbereitet und begleitet. Da diese Vorbereitung aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie üblich stattfinden konnte, werden die Kindergartenlehrpersonen in der Startphase des neuen Schuljahres womöglich noch mehr als sonst gefordert sein. Der VKZ empfiehlt deshalb den Schulen dringend, ihre Lehrpersonen mit Klassenassistenzen zu unterstützen. Denn jedes Kind hat das Recht auf einen gut begleiteten und gelungenen Start in seine Schulkarriere.

Vorsichtig zurück in die Schulen

Der Kanton Zürich hat am 30. April 2020 bekannt gegeben, wie der Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht gestaltet werden soll. Der ZLV begrüsst in seiner Medienmitteilung (pdf) den vorsichtigen Wiedereinstieg im Halbklassenmodus.

Schrittweise Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts

Medienkonferenz, 30. April 2020, 11 Uhr
«Wie wird der Präsenzunterricht im Kanton Zürich wieder aufgenommen?»
mit Bildungsdirektorin Frau Silvia Steiner

Aufzeichnung Medienkonferenz (Website Kanton Zürich)

Stellungnahme des VKZ zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs auf der Kindergartenstufe

Kaum ist der Fernunterricht eingerichtet und justiert, muss der Blick bereits auf die nächste grosse Hürde, die es zu meistern gilt, gerichtet werden: Die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts.

Der Übergang aus der sozialen Isolation zurück in den Schulalltag wird uns gewiss vor grosse Herausforderungen stellen. Niemand kann zum heutigen Zeitpunkt abschätzen, welche Auswirkungen diese nie dagewesene Krisensituation auf die Gesellschaft, die Familien und die Schulkinder hat und noch haben wird. Unser Anliegen ist es, den jüngsten Kindern im Schulbetrieb durch einfache Massnahmen einen gut begleiteten Wiedereinstieg zu ermöglichen. So können langfristige negative Auswirkungen vermieden werden.

Unsere Überlegungen und Anregungen, wie dies gelingen könnte, haben wir in einer Stellungnahme formuliert.

Eine aktuelle Broschüre des sozialpädiatrischen Zentrums Kantonsspital Winterthur beschreibt auf Seite 3 «Kinder reagieren unterschiedlich–das ist normal» mögliche Auswirkungen der Krise auf die Kinder. Mit diesen Reaktionen müssen wir auch im Schulbetrieb rechnen.
Wir hoffen, dass unsere Überlegungen in die Planung der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts einfliessen können. Spätestens seit der Tagung „Vielfalt im Kindergarten“ wissen wir, wie wichtig gut begleitete Übergänge sind.

Fernunterricht auf der Kindergartenstufe

Die Schulschliessung aufgrund der Corona-Pandemie bedeutet, dass in den Schulen kein Unterricht mehr stattfindet. Die Schülerinnen und Schüler werden aber trotzdem weiter geschult, via Fernunterricht. Diese Situation ist für alle Beteiligten neu und ungewohnt und auch nicht immer einfach. Sie erfordert von allen Seiten Engagement, eine positive Erwartungshaltung und Geduld.

Auf der Kindergartenstufe sind die Schülerinnen und Schüler beim Fernlernen aufgrund ihres jungen Alters und fehlender Lese- und Schreibkompetenz sehr stark auf die Unterstützung ihrer Eltern angewiesen. Dies gilt es bei der Planung von Lernangeboten zu bedenken.

Angebote für den Fernunterricht

  • Ideensammlung der PHZH. Die Sammlung wird fortlaufend mit neuen
    Anregungen ergänzt: phzh.ch/lernen4bis8
    Unter der Rubrik Tipps und Tricks sind viele Anregungen zu finden.
  • Multidingsda: Früh Deutsch lernen.
    Über profaxonline.com ist die Online-Version von Multidingsda erhältlich.
    Mit der Online-Version kann mit einem profaxonline-Login auf beliebigen
    Geräten (PC, Mac, Tablets) von überall her gearbeitet werden. Voraussetzung
    ist ein moderner Browser und Internetzugang.
    Die Multidingsda iOS-App für iPads wird vom Lehrmittelverlag Zürich über den
    App Store angeboten.
    Aufgrund der ausserordentlichen Lage steht das Lernmodul Multidingsda der
    profax Flatrate – dazu gehört auch die LOGO-Reihe, die sich besonders für
    den Einsatz im Kindergarten eignet – allen auf profaxonline registrierten
    Nutzenden neu bis 12. Juli 2020 kostenlos zur Verfügung.
    www.profax.ch/profax-flatrate-bis-ostern-kostenlos/

  • Neuerscheinung Sue Bigler/Gabi Fink: Fernunterricht zum Thema
    Frühling, Hühner, Osterhase
    www.arbeitsmappen.ch

  • Austauschplattform für Lehrpersonen der Kindergarten- und
    Unterstufe: CHindergartenlehrpersonen Schweiz Link zur Facebook-Gruppe
  • Auf der Homepage des ZLV findet ihr eine Sammlung mit wichtigen
    Informationen, Links und Hinweisen zum Fernunterricht sowie zu
    schulbezogenen Fragen im Zusammenhang mit der Corona-Virus-Pandemie.
    www.zlv.ch

Schliessung der Zürcher Volksschulen

Der Kanton Zürich hat am Freitag, 13. März 2020 beschlossen, aufgrund der aktuellen Corona-Virus-Situation und der Stellungnahme des Bundesrats, die Volksschulen aller Stufen ab Montag, 16. März zu schliessen. Diese Massnahme soll bis zu den Frühlingsferien gelten.

Der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband ZLV begrüsst diesen Entscheid. Er schafft Klarheit und ist gesundheitspolitisch richtig. Auf der persönlichen Ebene bietet er den bestmöglichen Schutz für die Schülerinnen und Schüler, für die Lehrpersonen und für alle deren Angehörige. Hier finden Sie die aktuellen Informationen der Bildungsdirektion

Der ZLV steht in engem Kontakt mit der Zürcher Bildungsdirektion und wird sich zusammen mit dieser und den weiteren Partnern im Schulfeld für eine möglichst reibungslose Bewältigung der Situation einsetzen. Seine Mitglieder wird der Verband informiert halten und sie in mit der Situation verbundenen organisatorischen und pädagogischen Fragen beraten.
Beratung ZLV
Gerne verweisen wir auf die ZLV-Spezialseite „Corona-Virus-Pandemie

News Februar 2020

Am 1. Februar fand an der Universität Irchel die Tagung „Vielfalt im Kindergarten“ statt. Die Tagung ergab sich aus der Studie zur Situation des Kindergartens im Kanton Zürich, die auf der Kindergartenstufe eine besonders grosse Vielfalt feststellte. Im Fokus stand die Frage, wie dieser Vielfalt adäquat begegnet werden kann. Ziel war es, ein gemeinsames Verständnis zwischen Praxis und Wissenschaft zum Umgang mit Vielfalt zu schaffen.
Nach der Begrüssung durch Bildungsdirektorin Frau Dr. Silvia Steiner und den Referaten „Vielfalt im Kindergarten begreifen und pädagogisch gestalten“ von Prof. Dr. Doris Edelmann und „Unterricht mit Fokus auf Individualisierung anlegen“ von Prof. Dr. Evelyne Wannack konnten die Teilnehmenden drei kleine Kreise auswählen, in denen verschiedene pädagogischen Themen rund um Vielfalt erläutert und diskutiert wurden. Der VKZ Vorstand arbeitete an der von der Bildungsdirektion organisierten Tagung aktiv mit und brachte sein Praxiswissen in der Co-Leitung verschiedener kleiner Kreise ein.
Die Ergebnissicherung erfolgte in Form von Interviews mit der Bildungdirektorin, den Referentinnen sowie den Leitungen der kleinen Kreise. Ebenfalls stand es allen Tagungsteilnehmenden offen, vor der Kamera ein Statement abzugeben. Die Forderung nach mehr personellen Ressourcen, um der Vielfalt auf der Schuleingangsstufe gerecht zu werden, zog sich dabei wie ein roter Faden durch den Tag.
Ein Blick auf die Website lohnt sich: www.vielfalt-im-kindergarten.ch

News November 2019

Studie Situation des Kindergartens im Kanton Zürich und erste Massnahmen
Uebersicht und erste Massnahmen (Stand Nov. 19)

News September 2019

Situation des Kindergartens im Kanton Zürich
Medienmitteilung ZLV und VKZ zum Bericht der Bildungsdirektion vom 26.09.2019 (pdf)

News August 2019

«Kaum vier und schon im Kindergarten»
Kinder kommen immer jünger in den Chindsgi. Für die Kindergärtnerinnen ist das eine besondere Herausforderung.
Tagesanzeiger, 20. August 2019

News Juli 2019

«Es braucht bessere Bedingungen für die Kindergärtnerinnen»
Landbote, 22. Juli 2019

Rosen für engagierte Gemeinden, welche das Konzept «ein guter Start in den Kindergarten» umsetzen
Folgende Gemeinden haben bereits im vergangenen Jahr Klassenassistenzen für den Start eingesetzt und führen das Projekt weiter:
Illnau Effretikon, Wetzikon, Niederhasli, Fehraltorf, Weisslingen, Lindau/Tagelswangen, Grüningen, Unterengstringen, Pfäffikon.
Weitere Informationen dazu (pdf)

News März 2019

Kantonsratswahlen 2019
Aus statuarischen Gründen können wir keine Wahlempfehlungen abgeben, aber wir weisen auf das öffentlich zugängliche Abstimmungsprotokoll des Kantonsratsentscheids vom 26. November 2018 bezüglich der personellen Unterstützung der Kindergärten im ersten halben Jahr hin (Parlamentarische Initiative von Hanspeter Hugentobler (EVP), Monika Wicki (SP) und Carmen Marty Fässler (SP)).
Das Protokoll spricht deutliche Worte, wie ihr hier seht.

News Februar 2019

Der Kindergarten im Fokus: Interview mit VKZ-Präsidentin Ursina Zindel
Zürichsee Zeitung vom 25. Februar 2019

News Januar 2019

Die Vorweihnachtszeit bescherte uns einen neuen Vorstoss betreffend Kindergartenstufe im Kantonsrat. Das Postulat von Marc Bourgeois (FDP) schlägt eine kostenneutrale Lösung vor, indem noch nicht schulreife Kindergartenkinder um ein halbes Jahr rückgestellt werden sollen.

Der VKZ lehnt diesen Vorstoss dezidiert ab, da er pädagogisch wenig zielführend ist und weder dem Kindergartenkind noch der Kindergartenlehrperson oder der Klasse einen Vorteil bringt.
28.12.18: «Eintritt in den Kindergarten soll auch im Winter möglich sein» Artikel Zürichsee Zeitung
04.01.19: «Qualität ist auf keiner Stufe ohne Mehrkosten zu haben» Leserbrief im Landboten